KULTURPARTNER
abenteuer wirklichkeit

09.Mai – 12.September 2010 Sonderausstellungsbereich
Schein oder Wirklichkeit?
Realismus in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts

9.September - 11.September 2010
Jahrestagung 2010 in Emden
Gesellschaft für historische Kostüm- und Waffenkunde

09. September 2010, 15:00-16:30 Uhr
KIDS IN! Abenteuer Wirklichkeit
Spiel mit der Wahrnehmung - Optische Illusionen

12. September – 28. November 2010 Pelzerhäuser 11+12
Sehnsuchtsorte II
Malerei – Zeichnung – Grafik - Fotografie – Video- und Textinstallation - Computerkunst - Objekte

12. September 2010, 11:00 Uhr
Schein oder Wirklichkeit? Realismus in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts
Führung durch die Sonderausstellung

16. Septembe 2010, 15:00-16:30 Uhr
KIDS IN! Grafik
Wir machen Druck - mit Styroporplatten

23. September 2010, 15:00-16:30 Uhr
KIDS IN! Stadtverteidigung vor 400 Jahren
Die Emder Rüstkammer zum Anfassen

30. September 2010, 15:00-16:30 Uhr
KIDS IN! Erntedank und Erntekranz

10. Oktober 2010 - 09. Januar 2011 Sonderausstellungsbereich
Silberkunst und Pflanzenduft
Ostfriesische Riechdosen

12. Dezember 2010 - 30. Januar 2011 Pelzerhäuser 11+12
31. Emder Kunstausstellung
Weihnachtsausstellung

Silberkunst und Pflanzenduft

Ostfriesische Riechdosen

Johann Josephus Coenemann, Riechdöschen Mitte 19. Jahrhundert, Silber, Ostfriesisches Landesmuseum Emden

10. Oktober 2010 - 09. Januar 2011
Sonderausstellungsbereich

Menschen umgeben sich gern mit angenehmen Düften. Bereits in frühen Kulturen gab es für Duftstoffe spezielle Behälter. Seit dem Mittelalter kommen in Mitteleuropa Pomander (Riechkapseln in Form von Äpfeln) und Riechdosen vor. Die Duftstoffe dafür waren oft zu einer wachsartigen Masse verfestigt. Später wurden vor allem getränkte Naturschwämme benutzt. Deshalb wurden Pomander und Riechdosen nur bei Bedarf geöffnet, damit die teuren Essenzen aus Maiglöckchen, Rosen, Minze, Wermut, Weintraube oder Raute, aber auch tierische Stoffe nicht zu schnell verflogen. Es wurden Mixturen verwendet, die oftmals aus mehr als ein Dutzend Zutaten bestanden.
Große Verbreitung fanden Riechdosen in Ostfriesland speziell im 18. und 19. Jahrhundert. Diese Behältnisse sind beispielsweise in Gestalt von Miniaturmöbeln, Körben oder Truhen gearbeitet. Beeinflusst wurden die hiesigen Formen der Riechdosen vor allem aus den Niederlanden. Es sind aufwendig verzierte Gebrauchsgegenstände, die oft von floralen Mustern geschmückt sind oder mythologische beziehungsweise christliche Motive aufweisen.
Die in einer einzigartigen Ausstellung zusammengetragenen silbernen „Rukeldoeskes“ vermitteln einen Eindruck der Formenvielfalt dieser verbreiteten Kleinode und der Kunstfertigkeit ostfriesischer Silberschmiede. Neben der Kulturgeschichte der Riechdose spielen die angewandten Techniken der Silberschmiede und natürlich Düfte eine wichtige Rolle.