Jemand macht ein Handyfoto von zwei jungen Frauen auf dem Turm.

Der
Turm

1684 beschloss der Emder Magistrat ein neues, straff organisiertes Wachsystem. Das Nachtwächtercorps mit Sitz in der Alten Wache am Delft bestand aus 171 Männern, die auf dem Wall und an den Stadttoren Posten bezogen.

Gemäß der Emder Wachtordnung waren alle Bürger verpflichtet, im Wechsel des Nachts mit Laternen, Hellebarden und einer Holzklapper, „Ratel“ genannt, die Straßen abzugehen. 1752 wurde diese Bürgerwache zugunsten von 34 angestellten „Ratelern“ aufgegeben, deren Wachlokal sich bis 1905 im Untergeschoss des Rathauses befand.

Die Brandwache der Stadt oblag über Jahrhunderte „Türmern“, die als Zeichen der Wachsamkeit stündlich vom Turm herab ein Signal gaben. Im 17. Jahrhundert war dies sogar verbunden mit dem „Abblasen“ geistlicher Lieder. 1896 wurde das Amt des Turmwächters vor dem Hintergrund der technischen Entwicklung abgeschafft.

Das Emder Glockenspiel

Bernhard Brahms stiftete das Glockenspiel seiner Heimatstadt am 6. September 2000 aus Dankbarkeit dafür, dass er die fast völlige Zerstörung Emdens am 6. September 1944 überleben durfte. Die größte der 23 Glocken trägt die Inschrift “Civibus Hostitibusque Embdae Gaudio” (Den Bürgern und Gästen Emdens zur Freude). Die Glocken erklingen von 9.00 bis 21.00 Uhr alle zwei Stunden in der seltenen Tonart G-Dur. 

 

Die Turmspitze
© Dirk Rose / OLmE
Die Reiterrüstungen stehen im Mittelpunkt der Rüstkammer
Eine Frau mit Kopftuch im Vordergrund bestaunt mit anderen die Reiterrüstungen
Ein Heranwachsender probiert einen Helm auf, ein Mann und eine Frau stehen im Hintergrund.
Ein Vater betrachtet mit seinem vierjährigen Sohn auf dem Arm Gemälde.

In unseren Sammlungsausstellungen gewinnen Sie spannende Einblicke in Kunst und Geschichte Emdens sowie der Region Ostfriesland

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