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Land der Entdeckungen

Emden ist erste Reformationsstadt Europas

Ostfriesisches Landesmuseum Emden
RATHAUS AM DELFT
Brückstraße 1 | 26725 Emden
Tel.: +49 (0)4921 - 87 20 58
Di. - So. sowie feiertags:
10:00 - 17:00 Uhr

UNSERE NÄCHSTEN VERANSTALTUNGEN

Jeden Donnerstag von 16:00-17:30 Uhr - Programm
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14. Mai - 17:00 Uhr, Neue Kirche
Eröffnungskonzert
der Ausstellung 'Reformation und Flucht'

21. Mai 2017, Rathaus am Delft
INTERNATIONALER MUSEUMSTAG
„Spurensuche. Mut zur Verantwortung!”

LAND DER ENTDECKUNGEN

Die Archäologie des friesischen Küstenraums

Die Goldscheibe von Moordorf, Niedersächsisches Landesmuseum Hannover, Foto: Christina Kohnen/Ostfriesische Landschaft

Sonderausstellung 27.1. - 16.6.2013, Rathaus am Delft

 


 

Unter unseren Füßen wartet die Geschichte nur darauf, entdeckt zu werden! 

Im Marsch-, Geest- und Moorboden zwischen Jadebusen und Zuiderzee verbergen sich Geheimnisse und Spuren einer vielschichtigen Vergangenheit. Die Sonderausstellung „Land der Entdeckungen. Die Archäologie des friesischen Küstenraums“ lüftet einige dieser Geheimnisse und lädt zu einer grenzübergreifenden archäologischen Expedition in die Geschichte der Region ein.
Etliche Funde wie beispielsweise die Goldscheibe von Moordorf oder die Moorleiche „Mann von Bernuthsfeld“ liefern für das Verständnis der Geschichte Nordwesteuropas bedeutende Erkenntnisse. Die Ausstellung präsentiert in sieben Themenbereichen die Höhepunkte der archäologischen Forschungsarbeit im friesischen Küstenraum:

Chronologisch
gibt einen ersten Überblick über die Archäologie des friesischen Küstenraums. Anhand von Funden aus den verschiedenen Epochen wird der Zeitraum vom Auftreten erster Menschen im Norden in der Steinzeit bis zur Frühen Neuzeit verdeutlicht.
Angepasst
erzählt, wie sich zunächst der Mensch der Landschaft angepasst hat und dann trotz schwieriger Bedingungen die unterschiedlichen Landschaften des Nordens - Moor, Geest und Marsch - urbar gemacht hat.
Mächtig
dokumentiert die Geschichte von unterschiedlichen Machtfaktoren in Ostfriesland und den nördlichen Niederlanden. Ist jemand mächtig, wenn er mit einer reichen Grabausstattung die Reise ins Jenseits antritt? Werden durch die Einführung einer neuen Religion auch gleichzeitig politische Machtverhältnisse verschoben? Was bedeutet es, Häuptling in Ostfriesland zu sein und wie wird die herausgehobene Stellung äußerlich zum Ausdruck gebracht?
Fremd
zeigt, dass die Menschen in (Ost-)Friesland und den nördlichen Niederlanden weite Handelsnetze geknüpft haben und so zahlreiche Waren in die Region kamen. Die gezeigten Stücke reichen von Keramik aus dem Rheinland, Feuerstein aus Helgoland, römischen Götterstatuen bis hin zu keltischem Geld, den sogenannten Regenbogenschüsselchen.
Besonders
vereint interessante und in der Region einmalige Funde. Eine Holzkeule aus dem Neolithikum zeugt von gewalttätigen Auseinandersetzungen und Klootkugeln aus dem 17. Jahrhundert beweisen, dass das friesische Klootschießen schon vor über 300 Jahren gespielt wurde.
Untersucht
stellt einige der Methoden vor, mit denen Wissenschaftler beispielsweise feststellen können, wie alt das Holz ist, mit dem ein Haus gebaut wurde. Auch die Frage nach den Lebensumständen der Menschen vor hunderten von Jahren wird hier gestellt. Wie hoch war die Lebenserwartung oder welche Krankheiten waren besonders verbreitet?
Verborgen
bezeichnet die „Schatzkammer“ der Ausstellung. In den letzten Jahren konnten vereinzelt wahre Schätze aus dem Boden geborgen werden. Wieso aber wurden die wertvollen Gegenstände, zumeist aus Gold, versteckt? Befand sich deren Besitzer in Gefahr? Oder sind Schätze in vorchristlicher Zeit den Göttern geopfert worden, um sich Glück im Krieg oder eine reiche Ernte erhoffen zu dürfen?

Nach dem Ausstellungsende in Emden zeigen mit dem Groninger Museum, dem Drents Museum in Assen und dem Fries Museum in Leeuwarden drei weitere bedeutende Museen die Sonderausstellung mit jeweils vertiefenden regionalen Schwerpunkten.

Die Ausstellung „Land der Entdeckungen. Die Archäologie des friesischen Küstenraums“ ist Teil des Themenjahres „Land der Entdeckungen 2013“ des Kulturnetzwerks Ostfriesland. Hier gilt es, bei zahlreichen Gelegenheiten die facettenreiche Region neu oder wieder zu entdecken, ihre interessante Geschichte kennen zu lernen und Kultur und Landschaft zu erleben.