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Ostfriesisches Landesmuseum Emden
RATHAUS AM DELFT
Brückstraße 1 | 26725 Emden
Tel.: +49 (0)4921 - 87 20 58
Di. - So. sowie feiertags:
10:00 - 17:00 Uhr

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DAS RATHAUS AM DELFT WIRD 50

06.09. 2012 - 31.01.2013

Doppelausstellung im Foyer des Rathauses am Delft und im Verwaltungsgebäude III

Das Rathaus am Delft wird 50

1962 – auf den Tag genau 18 Jahre nach dem 18-minütigen Luftangriff vom 6. September 1944 – wurde das neu erbaute Rathaus am Delft feierlich der Öffentlichkeit übergeben, das fortan trotz seines Namens nicht mehr als Verwaltungsgebäude, sondern als Kulturstätte dienen sollte. Aus Anlass des 50. Jahrestages dieses Ereignisses präsentiert das Ostfriesische Landesmuseum Emden, das seit 1962 im Rathaus am Delft untergebracht ist, vom 6.9. bis zum 31.1.2013 zwei Ausstellungen: Im rückwärtigen Foyer des Museums sind neben Aufnahmen aus der Nachkriegszeit, die die Ruine des einstigen Prachtbaus zeigen, vor allem von Bernhard Wessel gearbeitete Pläne für den Neubau und Bilder der in den Jahren 1959 bis 1962 erfolgten Baumaßnahme zu sehen. Im städtischen Verwaltungsgebäude III (Maria-Wilts-Straße 3) können auf drei Etagen verschiedene Außen- und Innenansichten des alten – 1574 bis 1576 in der Blütezeit Emdens erbauten – Renaissance-Rathauses betrachtet werden, das wie viele andere Gebäude in Emden am 6. September 1944 ein Opfer des Zweiten Weltkriegs wurde.

In einer Festwoche feiert die Stadt Emden die Einweihung des Rathauses am Delf vor 50 Jahren
(Das ausführliche Programm ist nachzulesen in der Tagespresse.)
Höhepunkt ist die zentrale Veranstaltung auf dem Rathausplatz am 6. September 2012

Licht und Schatten
Wichtige Marksteine der Emder Geschichte werden in einer einzigartigen Projektion auf der Fassade des Rathauses am Delft, das am 6. September vor 50 Jahren eingeweiht wurde, abgebildet. Untermalt wird dieses Kaleidoskop der Stadtgeschichte von Musik- und Textbeiträgen.
Die Stadt Emden setzt mit dieser eindrucksvollen Aktion den Wiederaufbau und die Einweihung des jetzigen Rathauses am Delft in den Gesamtkontext der Chronik Emdens. Der 6. September hat sich wie kein anderes Datum in das Gedächtnis der Emder Bürger eingegraben.
An jenem Tag des Jahres 1944 kamen Tod und Zerstörung über die Stadt und das Rathaus.
Nach der Zerstörung des Gebäudes durch alliierte Bomben erfolgte schließlich zwischen 1959 und 1962 der Wiederaufbau. Der Architekt Bernhard Wessel errichtete auf den Grundmauern des historischen Rathauses ein Bürger- und Kulturhaus. Im Erscheinungsbild des wiederaufgebauten Gebäudes spiegelt sich die Grundstruktur des berühmten
Vorgängerbaus. Das Emder Rathaus am Delft beherbergt seitdem die über den Krieg geretteten Sammlungen der Stadt Emden mit der einmaligen Rüstkammer und der 1820 gegründeten Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer.

Als Laurenz van Steenwinkel das ursprüngliche Emder Rathaus entwarf, lehnte er sich dabei an das 1566 errichtete Rathaus in Antwerpen an. Am 10. Juni 1574 wurde der Grundstein für das Emder Gebäude gelegt, am 10. September 1575 das Dach gerichtet, am 17. September 1576 die Wetterfahne auf dem Turm angebracht und am 1. November des Jahres die erste Ratssitzung darin abgehalten. Der Innenausbau zog sich dann über mehrere Jahre hin.
Das Emder Rathaus, „dit herrlick gebouw“, wie Bürgermeister Timon Rudolphi (1681-1683) es 1676 in seinem „Trifolium aureum“ – einem wertvollen Sammelwerk von Dokumenten zu Emden und Ostfriesland – nennt, war architektonischer Ausdruck des politischen Ranges und der wirtschaftlichen Macht der Seehafenstadt und ihrer Bürger.