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Emden ist erste Reformationsstadt Europas

Ostfriesisches Landesmuseum Emden
RATHAUS AM DELFT
Brückstraße 1 | 26725 Emden
Tel.: +49 (0)4921 - 87 20 58
Di. - So. sowie feiertags:
10:00 - 17:00 Uhr

UNSERE NÄCHSTEN VERANSTALTUNGEN

März bis Juni 2019
KIDS IN!
Mitmach-Aktionen für junge Besucher ab 6 Jahren

3. März-26. Mai
Als Künstler Emden inszenierten
Begleitprogramm

6., 13., 20., 27. März sowie 3. und 10. April
Passionsandachten im Landesmuseum
Wenn alles bricht – Mit Umbrüchen leben

vorübergehende Schließung
Abteilung Ur- und Frühgeschichte/ Frühes Leben an der Küste
vorübergehende Schließung

27. März, 18:15 - 19:00 Uhr, Rummel
Abschied nehmen
Passionsandachten im Landesmuseum: Wenn alles bricht – Mit Umbrüchen leben

3. April - 18:15-19:00 Uhr, Rummel
Trauer zulassen
Passionsandachten im Landesmuseum: Wenn alles bricht – Mit Umbrüchen leben

10. April - 18:15-19:00 Uhr, Rummel
Mensch bleiben
Passionsandachten im Landesmuseum: Wenn alles bricht – Mit Umbrüchen leben

12. April - 20:00 Uhr, Einlass: 19:30 Uhr, Rummel
Fahrt dör de Tied
Jan Cornelius im Dreeklang Ensemble mit Christa Ehrig (Cello) und Klaus Hagemann (Gitarre)

19. Mai 2019, Rathaus am Delft
INTERNATIONALER MUSEUMSTAG
Museen - Zukunft lebendiger Traditionen

VON TAUFE UND TOD, RECHT UND FREIHEIT

Bis weit ins Mittelalter hinein widersetzten sich die Friesen dem neuen christlichen Glauben und betrachteten Missionarisierungsversuche vor allem als Unterwerfungsmittel des sich ausdehnenden Fränkischen Reichs. Noch unter dem sagenumwobenen Friesenkönig Radbod, dessen Reich sich Anfang des 8. Jahrhunderts über ganz Friesland vom heutigen Belgien bis zur Weser erstreckte, waren die Friesen überzeugte Heiden.

Erst mit der Herrschaft der Karolinger begann die Christianisierung, die zu einem der wesentlichen Elemente der besonderen historischen Entwicklung Ostfrieslands werden sollte. Die in der Folge zahlreich entstandenen Kirchen und Klöster waren zentral für die Entwicklung der Region, denn als Zentren der bäuerlichen Gemeindeentwicklung formten sie die mittelalterliche Gesellschaftsstruktur.

Eine Besonderheit der Entwicklung in Friesland ist die „Friesische Freiheit“, eine sich im Laufe des Mittelalters entwickelnde Form des Zusammenlebens, die das Element der adligen Herrschaft nicht kannte. Trotz dieser Freiheitsideale etablierte sich jedoch ein Herrschaftssystem mit klarer sozialer Abstufung – das Häuptlingswesen. Die reichen Bauern – die Häuptlinge – bildeten schließlich aus den Landgemeinden „Herrlichkeiten“ genannte praktisch autonome Länder, über die sie, ähnlich den adligen Herrschern andere Europäischer Gegenden, herrschten. Dass die Friesen sich untereinander auf ein für alle gültiges Recht (7 Seelande, 17 Küren, 24 Landrechte) in der Landessprache verständigen konnten, gehört zu ihren großen Gemeinschaftsleistungen.