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Emden ist erste Reformationsstadt Europas

Ostfriesisches Landesmuseum Emden
RATHAUS AM DELFT
Brückstraße 1 | 26725 Emden
Tel.: +49 (0)4921 - 87 20 58
Di. - So. sowie feiertags:
10:00 - 17:00 Uhr

UNSERE NÄCHSTEN VERANSTALTUNGEN

März bis Juni 2019
KIDS IN!
Mitmach-Aktionen für junge Besucher ab 6 Jahren

3. März-26. Mai
Als Künstler Emden inszenierten
Begleitprogramm

6., 13., 20., 27. März sowie 3. und 10. April
Passionsandachten im Landesmuseum
Wenn alles bricht – Mit Umbrüchen leben

vorübergehende Schließung
Abteilung Ur- und Frühgeschichte/ Frühes Leben an der Küste
vorübergehende Schließung

27. März, 18:15 - 19:00 Uhr, Rummel
Abschied nehmen
Passionsandachten im Landesmuseum: Wenn alles bricht – Mit Umbrüchen leben

3. April - 18:15-19:00 Uhr, Rummel
Trauer zulassen
Passionsandachten im Landesmuseum: Wenn alles bricht – Mit Umbrüchen leben

10. April - 18:15-19:00 Uhr, Rummel
Mensch bleiben
Passionsandachten im Landesmuseum: Wenn alles bricht – Mit Umbrüchen leben

12. April - 20:00 Uhr, Einlass: 19:30 Uhr, Rummel
Fahrt dör de Tied
Jan Cornelius im Dreeklang Ensemble mit Christa Ehrig (Cello) und Klaus Hagemann (Gitarre)

19. Mai 2019, Rathaus am Delft
INTERNATIONALER MUSEUMSTAG
Museen - Zukunft lebendiger Traditionen

FRÜHES LEBEN AN DER KÜSTE

Zeugnisse menschlicher Besiedlung finden sich im Raum der südlichen Nordseeküste seit der späten Steinzeit. Das Meer hatte, als es sich in Richtung Norden zurückzog, fruchtbares Land zurückgelassen: die Marsch. Die Weidewirtschaft auf diesem größten natürlichen Weidegebiet Westeuropas war die Lebensgrundlage der Friesen. Nach Süden war diese Marsch von einem breiten Moorgürtel abgeschottet, der vor Eindringlingen schützte und mit dem Torf, den man stach, die Häuser warm hielt. Erst wesentlich später wurden auch die kargen Geestrücken genutzt. Bereits die ersten menschlichen Spuren belegen die Einfuhr von Materialien wie Feuerstein, edlen und unedlen Metallen, Tuffstein und Keramik. Der ostfriesische Raum war mangels eigener Stein- oder Metallvorkommen schon immer vom Warenaustausch abhängig. Was man im Überfluss hatte, wie Vieh oder das berühmte friesische Wolltuch, verkaufte man, um im Gegenzug in Friesland fehlende Waren zu erwerben.

Die Auseinandersetzung mit dem Wasser hat seit jeher die Kulturlandschaft Ostfrieslands geprägt. Der Deichbau war und ist daher die großartigste Leistung seit dem hohen Mittelalter. Fast 200 Jahre sollte es dauern, bis das gewaltige Werk von seinen bescheidenen Anfängen im 10. Jahrhundert an bis zum so genannten „Goldenen Reif“ des 13. Jahrhunderts vollendet war. Die Deiche prägen bis heute die Landschaft und zeugen durch ihren technischen Aufwand von ihrer Bedeutung.