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Emden ist erste Reformationsstadt Europas

Ostfriesisches Landesmuseum Emden
Brückstraße 1 | 26725 Emden
Tel.: +49 (0)4921 - 87 20 50

Öffnungszeiten:
Di - So: 10:00-17:00 Uhr
Mo geschlossen sowie an Karfreitag, 24.12., 25.12. + 31.12. + 1.1.
Ostermontag, Pfingstmontag und am 26.12. geöffnet

UNSERE NÄCHSTEN VERANSTALTUNGEN

FREITAGS, 15:30 - 17:00 UHR
KIDS IN!
Programm für kreative Köpfe von 6 bis 10 Jahre

09 Uhr, 11 Uhr, 13 Uhr, 15 Uhr, 17 Uhr, 19 Uhr, 21 Uhr
Emder Glockenspiel
gespielt von Michael Schunk

8. Juni 2024 - 27. April 2025
BEGLEITPROGRAMM ZUR AUSSTELLUNG
Helma Sanders-Brahms – ihre Filme, ihr Leben

28. Juli - 11:30 Uhr
Öffentliche Führung auf Plattdeutsch
Helma Sanders-Brahms – ihre Filme, ihr Leben

10. August 2024 - 18:00-1:00 Uhr
EMDER MUSEUMSNACHT
Sternstunden

23. August - 12:00-17:00 Uhr
Geänderte Öffnungszeiten

REFORMATION

Die Reformation war zunächst ein Ereignis der Universitäten und Orden, das sich vor allem in den Städten vollzog. Die Bindung von Kirchenlehre und Frömmigkeit an die Bibel bildete, vermittelt durch Predigt und Sakrament, die Grundlage. Neben Ausgaben des Neuen und Alten Testaments in Griechisch und Hebräisch, Bibelübersetzungen, Bibeldrucken und religiösen wie kirchenkritische Flugschriften wurde das besonders von Handwerkern verbreitete evangelische Lied Medium für den Siegeszug der Reformation.

Träger der Bewegung war zunächst das Volk. So kam es zu einer Verbindung von sozialrevolutionären Aktionen und spontaner Kirchenreform, verbunden mit Kirchen- und Bilderstürmen. Dagegen behauptete sich das Kirchregiment des Rates der jeweiligen Stadt mit dem Patronat über Stadtkirchen, Unterwerfung der Kleriker unter die städtische Gerichtsbarkeit und der Aufsicht über das Schul- und Armenwesen. Instrument für die offizielle Einführung der Reformation war die Disputation zwischen altgläubigen und evangelischen Theologen, über deren Ergebnis der Rat im Sinne seiner Religionspolitik entschied. Er bestimmte durch eine evangelische Kirchenordnung auch die äußere Form des evangelischen Kirchwesens.